100 Jahre im Dienst für den Mitmenschen
Festgottesdienst zum Jubiläum des BRK Viechtach - Ansprachen des Schirmherrn und der BRK-Präsidentin
Voll besetztes Gotteshaus: Alle Gruppierungen des Roten Kreuzes und eine große Schar Hauptamtlicher, der Patenverein BRK Hengersberg sowie zahlreiche Ehrengäste aus den Reihen des Roten Kreuzes und der Politik waren zum Festgottesdienst gekommen.
Von Daniela Albrecht
Viechtach. Mit einem festlichen Gottesdienst hat das Rote Kreuz Viechtach am Sonntagvormittag sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.
Dazu waren nicht nur alle Gruppierungen des BRK mit großen Abordnungen sowie eine Vielzahl Hauptamtlicher in die Stadtpfarrkirche St. Augustinus gekommen, sondern auch zahlreiche Viechtacher Vereine und Ehrengäste, darunter Schirmherr Staatsminister Helmut Brunner und die BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis.

Lobten das Engagement der Rotkreuzler in Viechtach und betonten, wie wichtig bis heute die hohe Qualität der Hilfe und die Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen sei: (von links) Schirmherr Staatsminister Helmut Brunner, BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis und 2. BRK-Kreisvorsitzender Walter Fritz. - Fotos: Albrecht
Angeführt von den Fahnenträgern zogen die Vertreter des Roten Kreuzes zusammen mit dem Patenverein BRK Hengersberg in das Gotteshaus ein, das an diesem Vormittag voll besetzt war. Zelebriert wurde der Gottesdienst von Stadtpfarrer Berthold Helgert, ihm assistierte Diakon Josef Aigner. Ein Bläser-Ensemble der Stadtkapelle Viechtach gestaltete die Feier musikalisch. Den liturgischen Dienst übernahmen Ehrenamtliche und Hauptamtliche des BRK unter Federführung von Alfons Hauner.

Festlich war der Gottesdienst, den Stadtpfarrer Berthold Helgert zelebrierte. Ihm assistierte Diakon Josef Aigner. Dienst am Altar tat zudem eine große Zahl an Ministranten. Die musikalische Gestaltung hatte ein Bläser-Ensemble der Stadtkapelle Viechtach um Vorsitzenden August Wanninger (links) übernommen.
Nicht mehr dabei sein konnte beim Festgottesdienst der verunglückte BRK-Kreisvorsitzende, Landrat Heinz Wölfl. Ein mit Blumen geschmücktes Foto erinnerte an den engagierten Rotkreuzler. Zudem wurde zu Beginn des Gottesdienstes für alle verstorbenen BRK-Mitglieder und besonders für den Landrat eine Gedenkminute gehalten.

Nicht mehr unter den Gottesdienstbesuchern, aber in deren Gedanken dabei: Der verunglückte Landrat und BRK-Kreisvorsitzende Heinz Wölfl
"Wir feiern heute das Rote Kreuz in Viechtach, und das ist keine Selbstbeweihräucherung, sondern wir feiern, dass es seit 100 Jahren in Viechtach engagierte Menschen gibt, die dem Ruf Jesu folgen nach dem Motto ,edel sei der Mensch, hilfreich und gut’ ", sagte Stadtpfarrer Berthold Helgert in seiner Predigt. Jesus sei an der Not der Menschen nicht vorbei gegangen, er habe alle geheilt, habe vor niemandem seine Tür verschlossen nach dem Motto "Heute keine Sprechstunde". Und um jene zu ihm zu bringen, die seiner Hilfe bedurften, hat er diejenigen gerufen, die die Armen und Notleidenden von ihm fern halten wollten.
"Auch uns erreichen täglich Rufe aus der Not", sagte der Geistliche. Es gelte, diese zu hören, den Menschen zu zeigen, ,du bist mir wichtig’. Den vielen engagierten Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen des Roten Kreuzes gratulierte Helgert nicht nur zum 100-Jährigen, sondern wünschte ihnen auch, dass sie "den Menschen begegnen mit dem Lächeln des Herzens", wie es Mutter Theresa einmal formuliert hatte.
Im Anschluss an den Gottesdienst standen die Ansprachen von 2. BRK-Kreisvorsitzendem Walter Fritz, Schirmherr Staatsminister Helmut Brunner und der BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis auf dem Programm. Der geplante Festakt entfiel. Er war nach Wölfls Unfalltod abgesagt worden.
Walter Fritz bedankte sich dabei bei allen aktiven Mitgliedern für "100 Jahre Dienst am Nächsten". Schirmherr Helmut Brunner gestand, "noch geschockt und gelähmt" zu sein vom Unfalltod des Landrats, betonte aber gleichzeitig, dass man es den Mitgliedern des BRK schuldig sei, sie gebührend zu feiern für über 100 Jahre, in denen sie sich uneigennützig für das BRK einsetzen. "Das BRK setzt ein Zeichen der Menschlichkeit und ein Zeichen gegen die Gleichgültigkeit", betonte der Staatsminister. Markenzeichen des BRK sei das ehrenamtliche Engagement. "Und ich freue mich, dass das hier in Viechtach so ausgeprägt ist. Sie sind wichtige Vorbilder", hob Brunner hervor und fügte hinzu: "100 BRK Viechtach zeigen, Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft sind immer zeitgemäß."
Von einem "besonderen Tag" und einem "bedeutsamen Jubiläum" sprach BRK-Präsidentin Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, das allerdings überschattet sei vom Tod Landrat Heinz Wölfls. Sie würdigte den verstorbenen BRK-Kreisvorsitzenden als engagierten Rotkreuzler, der das BRK im Landkreis Regen geprägt hatte und betonte, dass es für das BRK wichtig sei, dass sich Kommunalpolitiker beim Roten Kreuz einsetzen, "weil sie dann auf politischer Ebene die richtigen Entscheidungen treffen können". Zudem betonte sie, wie wichtig es sei, dass sich Menschen in ihrer Freizeit für die Mitmenschen einsetzen und verdeutlichte dies am Beispiel des Seilbahnunfalls vom Tegelberg am vergangenen Wochenende.
Angeführt von den Fahnenträgern gingen die Abordnungen des BRK und der örtlichen Vereine zusammen mit den Ehrengästen im Anschluss gemeinsam zum Festzelt - allerdings ohne musikalische Begleitung. Dort wurde noch gemeinsam zu Mittag gegessen.
Die als Teil des Festaktes vorgesehenen Ehrungen verdienter, langjähriger Ehrenamtlicher sollen bei einem Ehrenabend im Herbst nachgeholt werden.
| [ zur Hauptübersicht ] | [ nach oben ] |
| < Zurück | Weiter > |
|---|









