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Sogar im Urlaub zur Blutspende

Bernhard Kaupp hat sich bereits 150 Mal "anzapfen" lassen

Blutspende im BRK Kreisverband Regen
"Bernhard Kaupp aus Goldbach ließ sich von der Chefin des Blutspendeteams, Mittermeier, die 150. Spende entnehmen.  - Foto: Weiderer"

Lindberg. Ein echtes Vorbild in Sachen Blutspende ist Bernhard Kaupp aus Goldbach. Sogar in seinem Urlaub im Bayerischen Wald hat er sich Zeit genommen, zum Aderlass für den guten Zweck anzutreten.

Als Kaupp vom Blutspendetermin in seinem Urlaubsort erfuhr, musste er nicht lange überlegen: Zusammen mit 81 weiteren Frauen und Männer ließ er sich auch von den hochsommerlichen Temperaturen nicht vom Spenden abhalten.

"Aber nicht nur weil sie im Urlaub abgegeben wurde, war diese Blutspende eine besonders erwähnenswerte", so Michael Weiderer vom BRK-Kreisverband Regen. Denn es war die bereits 150 Spende Bernhard Kaupps. Er hat sich damit bisher 75 Liter Blut abzapfen lassen. "Das kommt nicht alltäglich vor. In ganz Bayern sind das jährlich vielleicht zwei bis drei Personen", betont Michael Weiderer.

"Ich opfere alle drei Monate ein bis zwei Stunden meiner Freizeit und schon kann ich Leben retten, einfacher geht es doch nicht", sagt Bernhard Kaupp. Das gute Gefühl, mit einer Blutspende wirkungsvoll helfen zu können, ist für ihn und wohl auch für alle anderen Blutspender Motivation und Ansporn. Bei jedem Termin wird den Spendern etwa ein halber Liter Blut abgenommen. "Gott sei Dank gibt es noch solche modernen Lebensretter", sagt Michael Weiderer, der Kaupp ein kleines Präsent überreichte.

"Gerade in den Sommermonaten steigt die Unfallrate rapide an", stellt Weiderer heraus, denn besonders viele Menschen sind dann unterwegs. Für Krankenhäuser und Notdienste heißt das: Ein höherer Bedarf an Blut, aber weniger Spender. Da kann es schnell zu Engpässen kommen. "Damit Unfallopfer, Krebskranke und Herzpatienten auch in der Urlaubszeit ausreichend mit Blutkonserven versorgt werden können, zählt gerade jetzt jeder Tropfen Blut, der in Bayern gespendet wird", so der BRK-Mann.

Den ständig steigenden Bedarf an Blutkonserven und Blutbestandteilen bereit zu halten, ist nur durch die außerordentliche Spendenbereitschaft der Bürger möglich.

Beim Termin in Lindberg mussten von den 82 Spendern zehn abgelehnt werden; zwei Spender waren zum ersten Mal dabei. Dass die Blutspendenaktion wieder reibungslos vonstatten ging, dafür sorgten die Mitarbeiter des Blut-spendeteams aus Regensburg. Für das leibliche Wohl nach der Blutspende sorgten in gewohnter Weise die Helferinnen und Helfer.

Für dreimaliges Blutspenden wurden Dr. Alexander Straßner, Katharina Mielcarek, Sebastian Kraus (alle Zwiesel), Susanne Jäger, Hans Gil (beide Lindberg) und Matthias Peschl (Frauenau) geehrt. Für die zehnte Spende dankten die BRK-Leute Max Paternoster (Lindberg) und Stefan Schwöd (Ludwigsthal). - bbz

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