Start Aktuelle Presse Artikel Missbrauchs-Vorbeugung: Schulung bei der Wasserwacht

Missbrauchs-Vorbeugung: Schulung bei der Wasserwacht

Jugendleiter-Workshop erarbeitet Leitfaden − Weitere Präventionsveranstaltungen geplant

Wasserwacht Frauenau / Regen

Angeregte Workshop-Arbeit (v. li.): Simon Kuchler (Wasserwacht-Ortsgruppe Regen), Josef Aschenbrenner (OG Arnbruck), Julia Trum und Katharina Häusler (beide OG Frauenau).  − Foto: WW

Frauenau/Regen. Sexueller Missbrauch von Kindern − das Thema ist allgegenwärtig, und auch Vereine müssen sich damit auseinander setzen. Wie geht man damit um, wie kann man vor allen Dingen solche Delikte verhindern? Diese Frage haben sich bereits viele Verantwortliche gestellt. Das Bayerische Rote Kreuz setzt auf Vorbeugung, auf Aufklärung und aktiven Umgang mit der schwierigen Thematik.

Auch in der Führung der Kreiswasserwacht war man sich einig, dass Präventionsarbeit eine wichtige Voraussetzung ist, um Eltern das Vertrauen zu vermitteln, ihre Kinder bei der Wasserwacht auf möglichst sicherem Terrain zu wissen. Deshalb setzte sich die Wasserwacht jetzt nachhaltig mit dem Thema auseinander und beschloss weitere präventive Maßnahmen zum Schutz ihrer jungen Mitglieder. Allein schon die spärliche "Arbeitskleidung" der Wasserretter könne einen Anreiz zu Übergriffen bieten, wurde festgehalten. Vor diesem Hintergrund wurde nun ein Leitfaden für Jugendleiter und -betreuer zum sicheren Umgang mit den Kindern sowie der Kinder und Jugendlichen untereinander erarbeitet.

In Frauenau kamen die Jugendleiter der einzelnen Ortsgruppen zu einem Workshop zusammen, um diesen Leitfaden zu erarbeiten. Das Treffen fand in der "Arche Noah" der Wasserwacht-Ortsgruppe statt und wurde vom Verhaltenstrainer und Ortsgruppen-Vorsitzenden Ronny Schönberger moderiert. Die Teilnehmer waren sich schnell klar darüber, dass es ein hartes Stück Arbeit werden würde, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Nach vielen Hintergrundinformationen, beispielsweise über die verschiedenen Formen sexueller Gewalt, wurde intensiv am Konzept für die Jugendleiter gefeilt. Nach Stunden konzentrierter Arbeit kamen die Teilnehmer auf die Zielgerade. Einhelliges Resümee: Dank der fundierten Arbeitsergebnisse wird es künftig noch besser möglich sein, die verantwortungsvolle Kinder- und Jugendarbeit auszuüben. "Für jeden Teilnehmer hat sich die Mitarbeit gelohnt und die Veranstaltung bei der Ortsgruppe Frauenau wird keine Eintagsfliege bleiben. Weitere Präventionsveranstaltungen sind bereits in Planung und werden 2012 folgen", betonte Moderator Ronny Schönberger.

Über diese Themen zu reden, sei die eine Sache, aber etwas dagegen zu tun, die entscheidende andere Seite. Nach diesem Motto packt auch BRK-Kreisgeschäftsführer Günter Aulinger diese Aufgabe offensiv an. Von "KIBS", einer Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt, konnte Aulinger die Diplom-Sozialpädagogin Diana Filzhöfer bereits zu einem Fachvortrag gewinnen. Die Führungskräfte von Wasserwacht, Bergwacht, der Bereitschaften und des Jugendrotkreuzes haben sich bei dieser Fortbildungsveranstaltung intensiv mit der Thematik des sexuellen Missbrauchs beziehungsweise der sexualisierten Gewalt gegen Kinder und Jugendliche auseinander gesetzt.


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