Ihr Engagement ist außergewöhnlich
BRK holt bei Empfang Ehrungen verdienter Mitglieder nach − BRK-Präsidentin und Schirmherr unter den Gästen
Sie können stolz sein: Die geehrten BRK-Mitglieder mit den Ehrengästen. Foto: Albrecht
Viechtach. Bereits der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, wusste, wie wichtig und richtig die Ehrung verdienter und engagierter Menschen ist. Wie Schirmherr, Staatsminister Helmut Brunner, in seiner Rede erklärte, habe der große Staatsmann einst gesagt: "Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat." Für das Rote Kreuz Viechtach war der Freitag ein guter Tag. Im BRK-Zentrum an der Karl-Gareis-Straße fand ein Neujahrsempfang statt, bei dem zahlreiche verdiente, langjährige Mitglieder geehrt wurden.
Ehrungen in fünf Blöcken
Und es war nur gerecht, dass die 45 Jugendlichen, Frauen und Männer an diesem Abend im Mittelpunkt standen. Seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, opfern sie einen Großteil ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen, leisteten der Allgemeinheit einen wahrlich unverzichtbaren, großen Dienst, wie auch die Ehrengäste in ihren Grußworten übereinstimmend betonten (siehe Bericht unten).
Eigentlich sollten die Ehrungen bei der 100-Jahr-Feier des Roten Kreuzes im August im Rahmen des Volksfestes durchgeführt werden. Doch nach dem plötzlichen Tod von BRK-Kreisvorsitzenden, Landrat Heinz Wölfl, der sich in der Nacht auf den 17. August das Leben genommen hatte, entschieden die Verantwortlichen des BRK-Festausschusses in Absprache mit der Kreisvorstandschaft, den geplanten großen Festakt abzusagen und die Ehrungen auf einen späteren Termin zu verschieben.
Nun war es soweit. Die beiden Säle des Rot-Kreuz-Hauses waren für den BRK-Neujahrsempfang festlich geschmückt. Gekommen waren neben den zu ehrenden Mitgliedern auch zahlreiche Ehrengäste. Der amtierende Kreisvorsitzende Walter Fritz, der nach Wölfls Tod dessen Amt kommissarisch übernommen hat bis zur nächsten regulären Neuwahl, begrüßte im Namen des Kreisverbandes und der Viechtacher Rot-Kreuz-Gemeinschaften die Gäste. Besonders herzlich willkommen hieß er dabei BRK-Präsidentin, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Schirmherr, Staatsminister Helmut Brunner, 3. Landrat Heinrich Schmidt und Viechtachs 2. Bürgermeisterin Birgit Nistler. Fritz betonte, dass der Abend den Ehrungen gewidmet sei, "die Ausdruck der Anerkennung von großartigen, langjährigen Leistungen für das BRK Viechtach und die Gesamtbevölkerung" sei. "Das BRK ist für die Menschen da, um zu helfen." Jeder, der an diesem Abend eine Ehrung erhalte, "hat an seinem Platz mit persönlichem Einsatz eine für die Gesellschaft wichtige Funktion wahrgenommen", sagte der BRK-Kreisvorsitzende. Großes Profil habe die Viechtacher BRK-Gemeinschaft auch bei der Vorbereitung und Durchführung des Volksfestes gezeigt und hier unter Beweis gestellt, dass sie durch Zusammenhalt, gute Planung und engagiertes Wirken auch große Herausforderungen außerhalb des grundsätzlichen Aufgabenspektrums meistert, betonte Fritz
Den Reigen der Ehrungen, die auf fünf Blöcke aufgeteilt waren, eröffnete Kreisjugendring-Vorsitzender Thomas Pfeffer. Der Laudator ist selbst seit langem aktiver Rotkreuzler und Leiter der Jugendarbeit im Verband. In seiner Rede standen die Jüngsten, die engagierten Jugendrotkreuzler, im Mittelpunkt. Sie seien der Nachwuchs für das Rote Kreuz, für dessen Sicherung alle an einem Strang ziehen müssten, sagte er und dankte den zwei Mädels und vier jungen Männern für ihren Einsatz (alle Geehrten siehe unten).
Als diejenigen, die "Licht in das Leben mancher alter und einsamer Menschen" bringen mit ihren Seniorennachmittagen, bezeichnete Edwin Schedlbauer die Damen des BRK-Frauenarbeitskreises in seiner Laudatio. Gar mancher Blutspender, das wisse er aus Erzählungen, komme nur wegen der Brotzeit zum Blutspenden, die er nach dem Anzapfen von den Damen des Frauenarbeitskreis serviert bekomme. Und auch beim Seniorennachmittag am Viechtacher Volksfest sei der Einsatz der Frauen gefragt, die "hunderte Gickerl oder Würstelportionen an den Mann oder die Frau" bringen.
Hauptamtliche unter den Ehrenamtlichen Franz Lobmeier würdigte den Einsatz und das Engagement der ehrenamtlichen Rettungsdienstler, zu denen auch mehrere Hauptamtliche zählten, die sich über ihren Dienst hinaus für den Rettungsdienst in Viechtach einsetzen. Er wartete mit Zahlen auf, die eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig die Ehrenamtlichen neben den Hauptamtlichen sind, um denjenigen, die Hilfe brauchen, schnell und kompetent zu helfen.
Eine ganz besondere Gruppe hob Günther Aulinger in seiner Laudatio hervor: Eine Frau und zwölf Männer, die "nicht nur über viele Jahre, sondern darüber hinaus auch überaus engagiert im Roten Kreuz tätig" sind − die "besonders Aktiven". "Infiziert von der Idee des Roten Kreuzes engagieren sie sich für ,ihre‘ Sache, tun dies ehrenamtlich, nicht aus Berechnung sondern aus voller Überzeugung", betonte der Laudator und bezeichnete sie als "lebendige Geschichtsbücher" der Entwicklung des Roten Kreuzes hier in Viechtach, als die "tragenden Säulen der Rotkreuzarbeit".
Ganz zum Schluss, sozusagen als Höhepunkt des Ehrungs-Reigens, gab es für zwei Mitglieder die höchste Auszeichnung, die das Rote Kreuz zu vergeben hat. Walter Schlicht und Walter Hetzenecker erhielten die DRK-Ehrennadel.
Weitere Beiträge zum Ehrenabend:
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